Inhalte der verschiedenen Jahrgangsstufen

Das Fach Geographie hat am Abendgymnasium St. Georg einen hohen Stellenwert und wird vom Vorbereitungsjahr bis zum Abitur unterrichtet. Im Vorbereitungsjahr und der Vorstufe ist die Teilnahme am Unterricht verpflichtend. In der Studienstufe kann Geographie als Profilfach mit Biologie oder Physik als Begleitfach gewählt werden.

Im Vorbereitungsjahr beschäftigen wir uns mit der Entstehung von Gebirgen, Erdbeben und Vulkanismus. Dafür gehen wir z.B. auf den Schalenbau der Erde sowie die Theorie der Plattentektonik ein. 

In der Vorstufe analysieren wir einen Raumausschnitt (z.B. den Mittelmeerraum) und versuchen folgende Fragen zu beantworten: Welches Klima herrscht vor? Wie hängt dieses mit der Pflanzenwelt zusammen? Wie nutzt der Mensch den Raum wirtschaftlich? Welche Folgen ergeben sich aus dieser Nutzung? Methodisch erhalten Sie Einblicke in den Umgang mit geographischen Arbeitsmaterialien wie Karten, Klimadiagramme und diverse Statistiken. 

In der Studienstufe werden vier Themen unterrichtet, die je nach Schwerpunkten im Zentralabitur in verschiedenen Semestern unterrichtet werden können. Auch wenn einige Themen sehr unterschiedlich klingen, hängen doch alle miteinander zusammen und sind vernetzt zu betrachten. In allen Semestern ist das Konzept der Nachhaltigkeit relevant, d.h. es ist zu erfassen, wie die Nutzung von Ressourcen so gestaltet werden kann, dass diese für zukünftige Generationen erhalten bleiben. 

 

  • Geoökologie: Auf der Erde können verschiedene natürliche Teilräume, die Geoökozonen, unterschieden werden. Diese werden durch die Wechselwirkungen der Geofaktoren Boden, Klima, Wasser und Vegetation gekennzeichnet. Was genau macht aber nun die immerfeuchten Tropen, die wechselfeuchten Tropen, die Subtropen oder die gemäßigten Breiten aus und was unterscheidet diese? Wie nutzt der Mensch diese Räume und welche Folgen ergeben sich daraus? Wie können Räume zukunftsfähig genutzt werden? Dies sind beispielhafte Fragestellungen, mit denen wir uns in diesem Semester befassen.
  • Stadtgeographie: Seit ihrer Entstehung stellen Städte Magneten für Migrationsbewegungen dar, da sie als Zentren von politischer, wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung gelten. Mittlerweile stehen Städte in einem internationalen Konkurrenzkampf, um attraktive wirtschaftliche Standorte zu sein. Derzeit lebt bereits mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, im Jahr 2030 sollen es voraussichtlich 5 Milliarden sein (UNFPA 2017; www.unfpa.org/urbanization). Doch nicht für alle Menschen ist das Leben in der Stadt das, was sie sich erhofft hatten – hier sind beispielsweise die elenden Lebensbedingungen in vielen Slums von Megacitys zu nennen. In der Stadtgeographie beschäftigen wir uns einerseits mit genau diesen Themen, nämlich den Gründen, dem Ausmaß und den Folgen von weltweiten Urbanisierungsprozessen sowie Lösungsmöglichkeiten von auftretenden Problemen. Gleichzeitig schauen wir aber auch vor unsere eigene Haustür und untersuchen historische, funktionale und soziale Prozesse und Strukturen in deutschen Städten, speziell in Hamburg. Dabei gehen wir auch auf Konflikte in Prozessen der Stadtentwicklung ein. 
  • Disparitäten:  Der Begriff Disparitäten bezeichnet Entwicklungsunterschiede auf verschiedenen Maßstabsebenen, z.B. zwischen oder innerhalb von Ländern oder Regionen. In diesem Semester analysieren wir Entwicklungsstände unterschiedlichster Länder in verschiedenen Dimensionen wie Wirtschaft, Bildung, Gesundheit oder Demographie und diskutieren, wann man z.B. von Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern spricht. Zentrale Probleme und Merkmale von Entwicklungs- und Schwellenländern werden herausgestellt und mögliche Entwicklungswege z.B. durch Industrieförderung oder die Grundbedürfnisstrategie beurteilt.  
  • Globalisierung: Der Begriff Globalisierung ist in aller Munde. Diesen werden wir in diesem Semester aus wissenschaftlicher Perspektive unter die Lupe nehmen und die Zunahme weltweiter wirtschaftlicher, politischer und kultureller Verflechtungen auch aus historischer Sicht analysieren. Anhand eines Beispiels werden Globalisierungsprozesse konkretisiert und problematisiert. Auch stellen wir uns der Frage, wie Globalisierungsprozesse nachhaltig gestaltet werden könnten.